Dieses Tutorial beschreibt die Grundlagen von Inkscape. Es ist ein normales Inkscape-Dokument, das man anschauen, verändern, Teile aus ihm herauskopieren, oder speichern kann.

Das Grundlagentutorial behandelt Seitennavigation, Dokumentenerstellung, Grundlagen der Formwerkzeuge, Techniken der Objektauswahl, Objektmanipulation mit Auswahlrahmen, Gruppierung, Änderung von Füllfarbe und Kontur, Ausrichtung und Z-Reihenfolge. Für das Üben anspruchsvollerer Themen können Sie die anderen Tutorien im Hilfe-Menü verwenden.

Seitennavigation

Es gibt viele Möglichkeiten, den Arbeitsbereich zu verschieben. Entweder benutzt man Strg+Pfeiltasten zum Verschieben mit der Tastatur, oder man bewegt den Arbeitsbereich mit der mittleren Maustaste. (Probieren Sie das doch gleich mal aus). Natürlich können Sie auch die seitlichen Verschiebeleisten verwenden, die über Strg+B ein- und ausgeblendet werden können. Das Mausrad funktioniert ebenfalls, um den Arbeitsbereich vertikal zu verschieben; durch gleichzeitiges Drücken der Umschalt-Taste auch in horizontaler Richtung.

Herein- und Herauszoomen

Die einfachste Möglichkeit zu zoomen bieten die Tasten - und + (oder =). Alternativ kann man per Strg+Mittelklick oder Strg+Rechtsklick hereinzoomen bzw. mit Umschalt+Mittelklick oder Umschalt+Rechtsklick herauszoomen, oder aber man dreht das Mausrad bei gedrückter Strg-Taste. Ausserdem lässt sich der Zoomwert in Prozent direkt in das Zoomeingabefeld (in der linken, unteren Ecke des Dokumentenfensters) eingeben und mit der Eingabetaste bestätigen. Über das Zoom-Werkzeug, links in der Werkzeugleiste, mit dem Sie in ein Gebiet hereinzoomen können, indem Sie ein Rechteck darum ziehen.

Inkscape behält die gewählte Zoomstufe gespeichert. Durch Drücken der `-Taste springt man direkt zur vorherigen, durch Umschalt+` zur nächsten Zoomstufe. (Mit einer deutschen Tastatur nicht möglich. Anm. d. Übersetzers)

Inkscape-Werkzeuge

Die senkrechte Werkzeugleiste auf der linken Seite zeigt Inkscapes Zeichen- und Manipulationswerkzeuge. Im oberen Bereich des Fensters, unter der Fensterleiste, liegt die Befehlsleiste mit Standard-Menüs und die Werkzeug-Eingabeleiste für werkzeugabhängige Eingaben. Die Statusleiste unten zeigt nützliche Hinweise und Informationen an, während man arbeitet.

Viele Funktionen sind durch Tastaturkurzbefehle erreichbar. Öffnen Sie Hilfe > Tastatur und Maus, um alle Befehle zu sehen.

Erstellen und Benutzen von Dokumenten

Um eine leere Seite zu erzeugen benutzt man Datei > Neu oder drückt Strg+N. Um ein bestehendes SVG-Dokument zu öffnen benutzt man Datei > öffnen (Strg+O). Zum Speichern wählt man Datei > Speichern (Strg+S), oder Speichern unter… (Umschalt+Strg+S) um das Dokument unter einem neuen Namen zu speichern. (Inkscape kann gelegentlich noch abstürzen, also besser öfter speichern!)

Inkscape benutzt das SVG-Format (Scalable Vector Graphics) für seine Dateien. SVG ist ein offener Standard und von vielen Zeichenprogrammen unterstützt. SVG-Dateien basieren auf dem XML-Standard und können von jedem Text- oder XML-Editor (zusätzlich zu Inkscape natürlich) verändert werden. Neben SVG kann Inkscape auch einige andere Formate importieren und exportieren (z. B. EPS und PNG).

Inkscape opens a separate document window for each document. You can navigate among them using your window manager (e.g. by Alt+Tab), or you can use the Inkscape shortcut, Ctrl+Tab, which will cycle through all open document windows. (Create a new document now and switch between it and this document for practice.) Note: Inkscape treats these windows like tabs in a web browser, this means the Ctrl+Tab shortcut only works with documents running in the same process. If you open multiple files from a file browser or launch more than one Inkscape process from an icon it will not work.

Formen erstellen

Nun ist es Zeit, ein paar schicke Formen zu erstellen! Klicken Sie auf das Rechteckwerkzeug in der Werkzeugleiste links (oder drücken Sie F4) und klicken und ziehen Sie, entweder in eine leere Seite oder direkt hier:

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As you can see, default rectangles come up blue, with a black stroke (outline), and fully opaque. We'll see how to change that below. With other tools, you can also create ellipses, stars, and spirals:

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Diese Werkzeuge sind gemeinhin bekannt als Form-Werkzeuge. Jede erzeugte Form zeigt einen oder mehrere rautenförmige Anfasser. Versuchen Sie diese zu ziehen, um zu sehen wie die Form reagiert. Die Werkzeugleiste für Formen ist eine andere Möglichkeit, eine Form zu verändern. Diese Leiste beeinflusst die gerade markierten Objekte (die, welche die Anfasser anzeigen) und setzt den Standard für alle neuen Objekte.

Um die letzte Aktion rückgängig zum machen, drückt man Strg+Z. (Oder, wenn Sie es sich wieder anders überlegen, benutzen Sie Wiederherstellen durch Umschalt+Strg+Z.)

Bewegen, Drehen, Größe ändern

Das meistbenutzte Werkzeug in Inkscape ist das Auswahlwerkzeug. Klicken Sie den obersten Knopf (mit dem Pfeil) in der Werkzeugleiste, oder drücken Sie F1 oder Leertaste. Nun können Sie jedes Objekt auf der Seite auswählen. Probieren Sie das an dem Rechteck unten.

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Sie sehen jetzt acht pfeilförmige Anfasser um das markierte Objekt. Jetzt haben Sie mehrere Möglichkeiten:

Nun klicken Sie nocheinmal auf das Rechteck. Die Anfasser ändern sich. Die Möglichkeiten sind jetzt:

Während das Objekt noch markiert ist, kann man auch die Eingabefelder (über der Zeichenfläche) benutzen, um genaue Werte für die Koordinaten (X und Y) und Größe (B und H) einzugeben.

Verändern über die Tastatur

Eine der Eigenschaften von Inkscape, die es von vielen anderen Vektorzeichenprogrammen unterscheidet, ist die gute Tastaturbedienbarkeit. Es gibt fast keinen Befehl oder keine Aktion, die nicht mit der Tastatur ausführbar ist, und Objektmanipulation ist da keine Ausnahme.

You can use the keyboard to move (arrow keys), scale (< and > keys), and rotate ([ and ] keys) objects. Default moves and scales are by 2 px; with Shift, you move by 10 times that. Ctrl+> and Ctrl+< scale up or down to 200% or 50% of the original, respectively. Default rotates are by 15 degrees; with Ctrl, you rotate by 90 degrees.

Besonders nützlich sind pixelgenaue Manipulationen durch gleichzeitiges Drücken von Alt mit den entsprechenden Tasten. Mit Alt+Pfeiltaste bewegt man das markierte Objekt um 1 Pixel bei gewähltem Zoomfaktor (also 1 Bildschirm-Pixel, nicht zu verwechseln mit der px-Einheit, welche eine SVG-Längeneinheit unabhängig vom Zoomfaktor ist. Das bedeutet, wenn man hinein zoomt, dann entspricht ein Druck auf Alt+Pfeil einer kleineren absoluten Bewegung, obwohl es auf dem Bildschirm immer noch eine Bewegung um 1 Pixel ist. Dadurch ist es möglich, Objekte mit einer beliebig hohen Präzision zu positionieren, einfach durch hinein- oder herauszoomen.

Genauso ändern Alt+< und Alt+> die Objektgröße so, das die sichtbare Größe um jeweils ein Bildschirm-Pixel verändert wird. Die Tasten Alt+[ und Alt+] rotieren den Punkt, der am weitesten vom Zentrum entfernt ist, um einen Bildschirm-Pixel.

Anmerkung: Linux-Benutzer erhalten möglicherweise nicht den gewünschten Effekt mit Alt+Pfeiltaste und ein paar anderen Tastenkombinationen, wenn ihr Fenstermanager diese Tastendrücke abfängt, bevor sie zu Inkscape gelangen. Eine Lösung ist es, die Einstellungen des Fenstermanagers entsprechend zu ändern.

Mehrfachauswahl

Man kann jede Anzahl von Objekten gleichzeitig durch Umschalt+Klick, oder durch Ziehen um die Objekte herum auswählen. Letzteres wird Gummibandauswahl genannt. (Das Auswahlwerkzeug erzeugt das Gummiband durch Ziehen über einem leeren Teil der Seite, aber immer auch, wenn vor dem Ziehen Umschalt gedrückt wird.) Üben Sie das Markieren aller drei Formen hier unten:

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Jetzt benutzen Sie das Gummiband (durch Ziehen oder Umschalt+Ziehen), um beide Ellipsen, aber nicht das Rechteck zu markieren:

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Jedes einzelne Objekt einer Auswahl zeigt einen Markierungsrahmen – normalerweise einen gestrichelten, quadratischen Rahmen. Diese Hinweise erleichtern es, auf einen Blick zu sehen, was ausgewählt ist und was nicht. Wenn man zum Beispiel beide Ellipsen und das Rechteck auswählt, dann hätte man es ohne diese Hinweise schwer zu sagen, ob die Ellipsen markiert sind oder nicht.

Umschalt+Klickauf ein markiertes Objekt entfernt es von der Auswahl. Wählen Sie alle drei Objekte oben, dann benutzen Sie Umschalt+Klick, um beide Ellipsen aus der Auswahl herauszunehmen und nur das Rechteck markiert zu lassen.

Mit Esc sind keine Objekte mehr ausgewählt. Strg+A wählt dagegen alle Objekte der momentan aktivierten Ebene aus. (Wenn Sie keine weiteren Ebenen erstellt haben, markieren Sie dadurch alle Objekte der Seite).

Gruppieren

Verschiedene Objekte können zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Eine Gruppe verhält sich wie ein einzelnes Objekt, wenn man es zieht oder verändert. Die drei Objekte unten links sind unabhängig; die gleichen drei Objekte auf der rechten Seite sind gruppiert. Versuchen Sie die Gruppe zu verschieben.

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Um eine Gruppe zu erzeugen, wählt man ein oder mehrere Objekte und drückt Strg+G. Um die Gruppierung bei einer oder mehreren Gruppen aufzuheben, markiert man sie und drückt Strg+U. Gruppierungen können selbst auch gruppiert werden, wie jedes andere Objekt auch. Solche rekursive Gruppierungen können beliebig tief weitergeführt werden. Einmaliges Strg+U hebt nur die oberste (letzte) Gruppierung einer ausgewählten Gruppe auf. Um alle Gruppierungen der Auswahl aufzuheben, müssen Sie Strg+U mehrfach drücken.

Es ist nicht unbedingt nötig, alle Gruppierungen aufzuheben, wenn man ein Objekt in einer Gruppe ändern will. Strg+Klick auf ein Objekt wählt es aus und macht es einzeln veränderbar. Um mehrere Objekte innerhalb oder ausserhalb einer Gruppe auszuwählen drücken Sie Umschalt+Strg+Klick. Versuchen Sie einzelne Objekte in der Gruppe (oben rechts) zu verschieben oder zu verändern, ohne die Gruppierung aufzuheben. Anschliessend heben Sie die Markierung wieder auf und markieren die Gruppe normal, um zu sehen, dass die Gruppierung erhalten geblieben ist.

Füllung und Kontur

Viele der Funktionen von Inkscape sind durch Dialoge verfügbar. Der wahrscheinlich einfachste Weg, einem Objekt eine Farbe zuzuweisen, ist es, den Farbfelder-Dialog im Objektmenü zu öffnen (oder mittels Shift+Ctrl+W), das Objekt zu markieren, und ein Farbfeld zu wählen. Dies ändert die Füllfarbe.

Viel leistungsfähiger ist der Dialog »Füllung und Kontur« aus dem Objekt-Menü (Umschalt+Strg+F). Wählen Sie das Objekt unten aus und öffnen Sie den Dialog.

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Sie werden sehen, dass der Dialog drei Reiter hat: Füllung, Farbe der Konturlinie, und Muster der Konturlinie. Im Reiter »Füllung« ändert man die Füllfarbe (Innenfarbe) des markierten Objekts. Mit den Knöpfen direkt unter dem Reiter kann man die Füllungsart verändern: die Füllung ganz ausschalten (mit dem Knopf mit dem X), einfach füllen, oder einen Linear- und Radialverlauf auswählen. Bei dem Objekt oben ist der Knopf »Einfache Farbe« aktiviert.

Weiter unten sieht man verschiedene Farbwahlmöglichkeiten. Jedes in seinem eigenen Reiter: RGB, HSL, CMYK und Farbrad. Das wahrscheinlich praktischste ist das Farbrad, bei dem man das Dreieck verdrehen kann, um den Farbton zu wählen und dann die gewünschte Helligkeit im Dreieck auswählt. Alle Farbwähler besitzen einen Schieberegler, um den Alpha-Kanal (die Durchsichtigkeit) der Objektfarbe einzustellen.

Immer, wenn Sie ein Objekt markieren, zeigt der Farbwähler dessen aktuelle Farbe und Kontur. Bei mehr als einem markierten Objekt wird deren Durchschnittsfarbe angezeigt. Üben Sie an diesen Beispielobjekten oder erzeugen Sie selbst welche:

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Mit dem Reiter »Farbe der Konturlinie« kann man die Kontur (Aussenlinie) des Objektes entfernen, oder ihr eine beliebige Farbe und Durchsichtigkeit zuordnen:

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Der letzte Reiter »Muster der Konturlinie« dient zum Einstellen der Breite und anderer Parameter der Kontur:

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Statt einer einzelnen Farbe kann man auch Farbverläufe für Füllung und/oder Kontur benutzen:

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Wenn man von einer einfachen Farbe auf einen Farbverlauf umschaltet, geht der neue Farbverlauf zunächst mit der eingestellte Farbe stufenlos von undurchsichtig zu durchsichtig. Schalten Sie zum Farbverlaufswerkzeug (Strg+F1), um die Verlaufs-Anfasser zu ziehen – das sind durch Linien verbundene Anfasser, mit denen man Richtung und Länge des Verlaufs einstellen kann. Wenn einer der Verlaufs-Anfasser ausgewählt ist (blau hervorgehoben), dann setzt der Dialog »Füllung und Kontur« nur die Farbe dieses einen Anfassers statt der Farbe des ganzen Objekts.

Eine andere praktische Möglichkeit, die Farbe eines Objektes zu ändern, ist die Pipette (F7). Klicken Sie einfach mit der Pipette auf die Zeichnung, und die dort gewählte Farbe wird automatisch als Füllfarbe für das aktuelle Objekt benutzt. (Umschalt+Klick ändert die Farbe der Kontur.)

Duplizieren, Anordnen, Verteilen

Einer der häufigsten Arbeitsschritte ist das Duplizieren eines Objekts (Strg+D). Die Kopie des Objektes befindet sich direkt über dem kopierten Objekt und ist ausgewählt, so dass es sofort mit der Maus oder den Pfeiltasten verschoben werden kann. Versuchen Sie doch einmal zur Übung, Kopien des schwarzen Quadrats in einer Linie nebeneinander anzuordnen:

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Es ist gut möglich, dass Ihre Quadrate jetzt einigermassen zufällig platziert sind. Hier hilft der Dialog »Ausrichten und Abstände ausgleichen« (Strg+Umschalt+A). Markieren Sie alle Quadrate (mit Umschalt+Klick oder dem Gummiband), öffnen Sie dann den Dialog und drücken »Horizontal zentrieren«. Danach benutzen Sie »Horizontale Abstände zwischen Objekten ausgleichen« (lesen Sie die Tooltips). Die Objekte sind jetzt gleichmässig ausgerichtet und verteilt. Hier sind weitere Übungsmöglichkeiten für Sie:

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Z-Ordnung

Der Begriff Z-Ordnung beschreibt die Reihenfolge von Objekten einer Zeichnung übereinander (Ebenen) – welche Objekte sind oben und verdecken andere? Die zwei Befehle im Objektmenü, »Nach ganz oben anheben« (die Pos 1-Taste) und »Nach ganz unten absenken« (die Ende-Taste), bringen das markierte Objekt nach ganz oben oder ganz unten in der Z-Ordnung der aktuellen Ebene. Zwei weitere Befehle, »Anheben« (Bild hoch) und »Absenken« (Bild runter), heben oder senken das markierte Objekt um eine Stufe; das heisst, sie bewegen das Objekt an einem nichtmarkierten Objekt in der Z-Ordnung vorbei. (Dazu zählen nur Objekte, die die Auswahl überdecken. Wenn nichts die Auswahl überdeckt, dann bewirken Bild hoch und Bild runter das gleiche wie die Tasten Pos1 und Ende).

Üben Sie diese Befehle durch Umkehren der Z-Ordnung der Objekte unten, so dass die Ellipse ganz links oben und die Ellipse ganz rechts unten ist:

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Eine sehr nützliche Auswahlhilfe ist die Tab-Taste. Wenn nichts ausgewählt ist, dann wählt sie das unterste Objekt; andernfalls wählt sie das Objekt über den markierten Objekten in Z-Ordnung. Umschalt+Tab arbeitet genau anders herum – man beginnt bei dem obersten Objekt und geht hinunter. Objekte, die man neu erzeugt, liegen zuoberst auf dem Stapel, und so wählt Umschalt+Tab praktischerweise das zuletzt erzeugte Objekt, solange nichts anderes markiert ist. Üben Sie Tab und Umschalt+Tab ein wenig an dem Stapel Ellipsen oben.

Verdeckte Objekte markieren und ziehen

Was kann man tun, wenn ein benötigtes Objekt von einem anderen verdeckt wird? Es kann sein, das man das untere Objekt sieht, weil das oberste Objekt (teilweise) durchsichtig ist. Doch bei dem Versuch, es auszuwählen, markiert man das oberste Objekt und nicht das, welches man braucht.

Für solche Situationen ist Alt+Klick gut. Der erste Alt+Klick markiert das oberste Objekt, genau wie ein gewöhnlicher Klick. Das nächste Alt+Klick an der gleichen Stelle wählt jedoch das Objekt unter dem obersten; dann das nächste darunter, noch eines tiefer u.s.w. Auf diese Weise kommt man durch mehrere Alt+Klicks nacheinander von ganz oben nach ganz unten, durch den ganzen Z-Ordungsstapel von Objekten an der Stelle des Klicks. Wenn das unterste Objekt erreicht ist, wird durch das nächste Alt+Klick natürlich wieder das oberste Objekt markiert.

[Wenn Sie unter Linux arbeiten, dann könnte es sein, dass Alt+Klick nicht korrekt funktioniert und stattdessen z.B. das ganze Inkscape-Fenster verschiebt. Dies passiert, wenn Ihr Fenstermanager Alt+Click für eine andere Aktion reserviert hat. Sie können in diesem Fall im Einstellungsdialog für Ihren Fenstermanager das Fensterverhalten anders einstellen, indem Sie die Aktion für diese Tastenkombination abschalten, oder sie auf die Meta-Taste (meist gleichbedeutend mit der Windows-Taste) umstellen. Dies erlaubt Inkscape und anderen Anwendungen, die Alt-Taste frei zu verwenden.]

Das ist zwar schön, aber was kann man mit einem markierten und verdeckten Objekt anfangen? Man kann es durch Tastaturbefehle verändern, und man kann die Anfasser benutzen. Aber beim Versuch, das Objekt selbst zu ziehen, wird automatisch wieder das oberste Objekt markiert. (Das ist wie »Klicken und Ziehen« funktioniert – es wählt das (oberste) Objekt unter dem Cursor, dann zieht es das gewählte Objekt). Um Inkscape mitzuteilen, das gerade gewählte Objekt zu ziehen, ohne etwas anderes zu markieren, benutzt man Alt+Ziehen. Das verschiebt das aktuell markierte Objekt, wohin auch immer man die Maus zieht.

Üben Sie Alt+Klick und Alt+Ziehen an den zwei braunen Objekten unter dem transparent-grünen Rechteck:

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Schlusswort

Dies ist das Ende des Grundlagen-Tutorials. Das waren längst noch nicht alle Funktionen in Inkscape, aber mit den hier vermittelten Techniken können Sie schon einfache, aber nützliche Grafiken erstellen. Um kompliziertere Techniken zu erlernen, benutzen Sie das Tutorial »Inkscape: Fortgeschrittene Benutzung« und weitere in Hilfe > Einführungen.